Auf der MDA Clinical & Scientific Conference 2026 in Orlando präsentierten Forscher von Atossa Therapeutics neue präklinische Daten über (Z)-endoxifen und dessen potenziellen Einsatz bei Duchenne-Muskeldystrophie (DMD).
Inhaltsverzeichnis
Was ist (Z)-Endoxifen?
(Z)-endoxifen ist eine mit Tamoxifen verwandte Verbindung und gehört zu einer Gruppe von Arzneimitteln, die als selektive Östrogenrezeptormodulatoren (SERMs) bezeichnet werden.
Forscher vermuten, dass es Einfluss auf biologische Prozesse haben könnte, die an folgenden Vorgängen beteiligt sind:
- Muskelentzündung
- Fibrose (Muskelnarben)
- Muskelregeneration
Im Gegensatz zu einigen Duchenne-Behandlungen, die auf spezifische genetische Mutationen abzielen, könnte (Z)-endoxifen möglicherweise bei vielen Duchenne-Mutationen wirken, wodurch es für eine breitere Patientengruppe anwendbar wäre.
Das Medikament ist derzeit weder für die Behandlung von Duchenne noch für irgendeine andere Erkrankung zugelassen.
(Z)-Endoxifen verbessert die Muskelkraft in einer präklinischen Studie
Für die Studie wurde das Mausmodell mdx5Cv verwendet, eines der am häufigsten verwendeten Labormodelle zur Untersuchung des Fortschreitens der Duchenne-Krankheit.
Die Ergebnisse zeigten mehrere ermutigende Effekte:
- Für diese Studie wurde das dystrophische Mausmodell mdx5Cv verwendet, ein bewährter und reproduzierbarer Standard für die präklinische Forschung zur Duchenne-Muskeldystrophie (DMD).
- (Z)-Endoxifen verbesserte die Muskelkraft und die motorische Leistungsfähigkeit sowohl bei juvenilen als auch bei adulten dystrophen Mäusen.
- Die Behandlung erhöhte die Widerstandsfähigkeit gegen durch Kontraktion verursachte Muskelverletzungen.
- Es wurden günstige Veränderungen in der Körperzusammensetzung beobachtet, darunter eine Zunahme der fettfreien Masse und eine Abnahme der Fettmasse.
- Wichtige biochemische und histologische Marker für Muskelschäden waren reduziert.
- Die Therapie wurde gut vertragen, während der Studie wurden keine unerwünschten Ereignisse beobachtet.
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Verbesserungen der Muskelkraft und Leistungsfähigkeit
Die Studie ergab, dass sowohl junge als auch erwachsene dystrophische Mäuse nach der Behandlung mit (Z)-endoxifen eine verbesserte Muskelfunktion aufwiesen.
Zu den wichtigsten Ergebnissen zählten:
- Erhöhte Muskelkraft
- Bessere Motorleistung
- Höhere Widerstandsfähigkeit gegen Muskelverletzungen während der Kontraktion
Diese Verbesserungen lassen vermuten, dass die Therapie dazu beitragen kann, Muskelfasern vor Schäden zu schützen.
Reduzierte Muskelschäden und gesündere Körperzusammensetzung
Die Forscher beobachteten außerdem Verbesserungen bei mehreren biologischen Markern, die mit Muskelschäden in Verbindung stehen.
Die Behandlung zeigte:
- Niedrigere Werte von Biomarkern für Muskelschäden
- Gesündere Muskelgewebestruktur
- Zunahme der fettfreien Muskelmasse
- Reduzierter Körperfettanteil
Zusammengenommen deuten diese Ergebnisse darauf hin, dass das Medikament dazu beitragen könnte, mehrere Aspekte des Fortschreitens der Duchenne-Krankheit zu behandeln.
Sicherheitsergebnisse
Die Therapie wurde in der Tierstudie gut vertragen, und die Forscher berichteten über keine signifikanten Nebenwirkungen während der Behandlung.
Obwohl diese Ergebnisse ermutigend sind, handelt es sich bei der Forschung noch um eine präklinische Studie, d. h. sie wurde an Labormodellen und noch nicht an Duchenne-Patienten durchgeführt.
Was geschieht als Nächstes?
Die vielversprechenden präklinischen Ergebnisse befürworten weitere Forschung.
Zukünftige Schritte könnten Folgendes umfassen:
- Zusätzliche Laborstudien
- Sicherheitsprüfung
- Klinische Studien bei Duchenne-Patienten
Die US-amerikanische Arzneimittelbehörde FDA hat (Z)-endoxifen bereits den Orphan-Drug-Status für die Behandlung der Duchenne-Muskeldystrophie verliehen und damit den dringenden Bedarf an neuen Therapien für diese seltene Krankheit anerkannt.
Warum neue Duchenne-Therapien weiterhin benötigt werden
Die Duchenne-Muskeldystrophie ist eine seltene genetische Erkrankung, die durch Mutationen im Dystrophin-Gen verursacht wird. Sie führt zu einem fortschreitenden Muskelschwund, der im frühen Kindesalter beginnt.
Kinder mit Duchenne verlieren nach und nach ihre Muskelkraft, was zu Folgendem führen kann:
- Verlust der Gehfähigkeit
- Herzkomplikationen
- Atemprobleme
Trotz Fortschritten bei Behandlungen wie Gentherapien und Exon-Skipping-Medikamenten benötigen viele Familien weiterhin zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten.
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